Bad Langensalza

Schon der erste Gang durch Bad Langensalza versetzt den Besucher in eine nostalgische Stimmung. Das Mittelalter hat den Kurort wesentlich geprägt. Rathaus, Marktkirche und der Glockenturm des Heimatmuseums sind die weit sichtbaren Wahrzeichen der Stadt, die auch „Stadt der Türme und Portale“ genannt wird. Die gut erhaltene Stadtmauer mit dem Klagetor und 17 Wachtürmen lässt deutlich werden, dass Bad Langensalza ein beliebtes Handelszentrum war und sich gegenüber Feinden zur Wehr setzen musste.

Ein Rundgang durch die denkmalgeschützte Altstadt ist lohnenswert, denn hier sind das in einheimischem Travertin erbaute Rathaus und malerische Bürgerhäuser mit  außergewöhnlichen Schnitzereien und Wappen zu bewundern.

Das älteste Gebäude der Stadt ist das steinerne Schloss Dryburg. Im 12. Jh. erbauten es die Herren von Salza als Stammsitz der Ordensfamilie, die großen Einfluß auf die Begründung des preußischen Ordensstaates hatte. Der Nordflügel des Schlosses ist bis heute erhalten.

Das Heimatmuseum befindet sich im Gebäude des 1280 gestifteten Augustiner-Eremiten-Klosters. Teile des Kreuzganges und der Turm der ehemaligen Augustinerkirche sind noch vorhanden.

Just außerhalb der Stadtmauer fällt ein barockes Schlösschen aus dem Rahmen: Das „Friederikenschlösschen“ mit Orangerie und Schlossgarten diente der Herzoginwitwe Friederike von Sachsen-Weißenfels im 18. Jh. als Sommerresidenz. Der Ort war gut gewählt und ist heute zentraler Mittelpunkt der Kureinrichtungen. Das Schlösschen wurde 1997 vollständig restauriert und dient der Kurverwaltung als elegante Konzert- und Vortragsstätte sowie als Gäste-Information. Eine Bibliothek und eine Diät-Lehrküche stehen dort den Gästen zur Verfügung.